Alarmierung
Die Feuerwehren des Kreisfeuerwehrverbandes werden über die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle in Norderstedt alarmiert. Sie ist zuständig für die Feuerwehren und den Rettungsdienst des Kreises Segeberg und für die Stadt Neumünster. Sie befindet sich im ersten Obergeschoss des Feuerwehrtechnischen Zentrums der Stadt Norderstedt. Ebenfalls ist die Ortswehr Harksheide der Feuerwehr Norderstedt in diesem Gebäudekomplex untergebracht.
Die Leitstelle Holstein erhielt ihren Funkrufnamen am 13. Mai 2008. Dieser Schritt war notwendig, nachdem die Feuerwehr- und Rettungsleitstellen Segeberg und Neumünster in der Leistelle Segeberg zusammengelegt wurden.
Die Leitstelle ist 24 Stunden am Tag - 365 Tage im Jahr mit mindesten zwei Disponenten besetzt. Zwischen 07:00 Uhr und 23:00 Uhr kommt ein weiterer Disponent hinzu. In der Regelarbeitszeit von 07:00 Uhr bis 16:00 Uhr kann die Leitstelle durch das Personal des Feuerwehrtechnischem Zentrums (FTZ) sofort aufgestockt werden. In den Nachtstunden kann das Personal über eine Rufbereitschaft ergänzt werden.
Die Mitarbeiter der Leitstelle sind Angestellte der Stadt Norderstedt. Unterstützt werden Sie bei Ihrer Arbeit durch hochmoderne Technik, die immer wieder aktualisiert und auf den neusten Stand gebracht wird, um den Bürgern bei Notfällen gut und schnell helfen zu können.
Die Leitstelle disponiert folgende Einsatzkräfte
| Kreis Segeberg | 7 Rettungswachen (tagsüber: 12 Rettungswagen (RTW), 2 Krankentransportwagen (KTW), 4 Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF); nachts: 9 Rettungstransportwagen (RTW), 4 Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF)), 116 Feuerwehren (116 Freiwillige Feuerwehren, 1 Werkfeuerwehr), div. weitere Einheiten (z.B. THW, DLRG, Rettungshundestaffeln |
| Stadt Neumünster | 1 Rettungswache (tagsüber: 3 Rettungswagen (RTW), 1 Löschzug-RTW, 1 Krankentransportwagen (KTW), 1 Notarzteinsatzfahrzeug (NEF); nachts: 2 Rettungswagen (RTW), 1 Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)), 7 Feuerwehren (1 Berufsfeuerwehrwache, 6 Freiwillige Feuerwehren), div. weitere Einheiten (z.B. THW, SEG) |
Einsatzleitplatz der Leitstelle Holstein
Jeder Disponent der Leitstelle Holstein sitzt an einem Einsatzleitplatz. Der Einsatzleitrechner unterstützt den Disponenten bei der Entscheidung, welche Rettungsmittel bei welcher Art von Einsatz zu alarmieren sind. Zur Einsatzabarbeitung hat der Disponent fünf Bildschirme vor sich.
Auf dem linken Bildschirm ist die Fahrzeugzustandsanzeige des Funkmeldesystems. Dort ist zu erkennen welche Rettungsmittel zurzeit einsatzbreit sind bzw. welche Fahrzeuge im Augenblick in Einsätze eingebunden sind.
Rechts daneben befindet sich die Eingabemaske für Einsatzinformationen (z.B. Ort, Straße, Einsatzart usw.)
Auf dem nächsten Bildschirm hat der Disponent einen Überblick über offene Einsätze - also Einsätze, die aktuell abgearbeitete werden. Außerdem erhält der Leitstellendisponent hier einen Überblick über terminierte Einsätze (z.B. vorbestellte Krankentransporte).
Der ganz rechte Monitor ist für Kartenausschnitte und für die Maske der Brandmeldeanlage vorgesehen.
Im vorderen Bereich des Platzes verfügt jeder Einsatzleitplatz über ein Touchscreen. Darüber wird jeder Notruf und jedes Telefongespräch angezeigt und kann über eine Fingerberührung angenommen werden. Ebenso ist dies das Steuerpult für die verschiedenen Funkkanäle, die in der Leitstelle aufgeschaltet sind. Die Annahme eines Notrufes oder eines Funkgesprächs erfolgt über einen Telefonhörer, ein Mikrofon oder über ein drahtloses Kopfsprechgeschirr. Dieses Heatset ermöglicht dem Disponent beide Hände bei der Eingabe von Daten zu benutzen.
Die Alarmierungstechnik
Rettungsdienst, THW und die Feuerwehren im Kreis Segeberg werden über das moderne, digitale Pocsag Alarmierungsverfahren alarmiert. Das System arbeit ähnlich wie frühere Scall oder Cityruf Systeme. Über sogenannte DME (Digitale Meldeempfänger) können, je nach Art des DME Zusatzinformationen zum kommenden Einsatz angezeigt werden.Die Anzeige teilt sich in mehrere Abschnitte auf:
Alarmstichwort*Ort*Strasse*Zusatzinformationen
Alarmstichworte
| Alarmstichwort | Bedeutung |
| Bahn Feuer im Zug | Feuer in einem Zug |
| Bahnunf LKW | Bahnunfall mit einem LKW |
| Bahnunf Person unter Zug | Bahnunfall, Person unter einem Zug |
| Bahnunf PKW | Bahnunfall mit einem PKW |
| Bahnunf Zug gegen Zug | Bahnunfall zwischen zwei Zügen |
| Bahnunf Zug umgestürzt | Bahnunfall mit einem umgestürztem Zug |
| BMA | Ausgelöste Brandmeldeanlage |
| FeuAltenheim | Feuer in einem Altenheim |
| FeuFl | Feuer, Fläche |
| FeuGr | Feuer, groß |
| FeuKFZ | Feuer, KFZ |
| FeuKl | Feuer, klein |
| FeuKrankenhaus | Feuer in einem Krankenhaus |
| FeuMi | Feuer, mittel |
| FeuWaldMoor | Feuer, Wald- bzw. Moorbrand |
| GefGutErk | Gefahrguterkundung |
| GefGutGr | Gefahrgutunfall, groß |
| GefGutKl | Gefahrgutunfall, klein |
| Landeplatzausleuchtung | Ausleuchten eines Landeplatzes für den Rettungshubschrauber |
| Ölspur | Ölspur |
| Ölunfall | Ölunfall |
| Personensuche | Personensuche |
| Sonstiges | Sonstiger Einsatz |
| THGr | Technische Hilfe, groß |
| THKl | Technische Hilfe, klein |
| Tragehilfe | Tragehilfe für den Rettungsdienst |
| Türöffnung | Türöffnung |
| VU | Verkehrsunfall |
| VU LKW PKL | Verkehrsunfall mit einem LKW, mind. eine eingeklemmte Person |
| VU LKW PKL 2 Verl | Verkehrsunfall mit einem LKW und zwei verletzten Personen, mind. eine eingeklemmte Person |
| VU LKW PKL 3 Verl | Verkehrsunfall mit einem LKW und 3 verletzten Personen, mind. eine eingeklemmte Person |
| VU m als 6 Verl | Verkehrsunfall mit mehr als sechs verletzten Personen |
| VU m als 6 Verl PKL | Verkehrsunfall mit mehr als sechs verletzten Personen, mind. eine eingeklemmte Person |
| VU PKL | Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person |
| VU PKL 2 Verl | Verkehrsunfall mit zwei verletzten Personen, mind. eine eingeklemmte Person |
| VU PKL 3 Verl | Verkehrsunfall mit drei verletzten Personen, mind. eine eingeklemmte Person |
Text (auszugsweise) und Bilder: Tobias Eilert, Kurt Göttsche / www.feuerwehr-kaltenkirchen.de